Normalerweise treffen wir uns dienstags um 18:30 im S205 der alten Mensa der Uni Köln.

Zur Zeit treffen wir uns in unserem Zoomchannel: schreib uns zur Teilnahme gern per Mail, über Facebook oder Instagram an.

Wir freuen uns auf Dich!

SDS Köln
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Wir sind heute und morgen beim Bundeskongress von Die Linke.SDS.

Unser Bundeskongress hat heute in einem Dringlichkeitsantrag einstimmig verabschiedet, dass der Abschiebestopp nach Syrien aufrechterhalten werden soll. "Die Abschiebung von Menschen in Kriegsgebiete wie Syrien oder Afghanistan ist ein Unrecht, verantwortlungslos und mit den Menschenrechten nicht vereinbar. Rechtspopulistische Politik auf dem Rücken von Menschen in Zeiten einer globalen Pandemie zu machen, zeigt einmal mehr die Unmenschlichkeit des kapitalistischen Systems.

Die Linke SDS fordert:
1. Aufrechterhaltung des Abschiebestops nach Syrien.
2. Generelle Aussetzung von Abschiebungen."

#keinmenschistillegal #abschiebungsstopp Weniger anzeigen
SDS Köln
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Nazi-Gemälde im Senatssaal der Universität zu Köln - Hörsäle, die nach SA-Mitgliedern benannt sind - Gestohlene Gebeine von Opfern des Kolonialismus in der Sammlung des Anatomischen Intituts.

Entnazifizierung und Entkolonialisierung wird an der Universität zu Köln ganz klein geschrieben. Das obwohl sie im letzten Jahr als erste Uni deutschlandweit zum 100-jährigen Jubiläum zumindest versucht hat ihre Geschichte während der NS-Zeit aufzuarbeiten. Da ist bisher aber immer noch viel zu wenig passiert und daher unterstützen wir den offenen Brief "Decolonize und entnazifizier Universität zu Köln". In dem Brief werden einige Missstände in Bezug auf Entnazifizierung und Dekolonialisierung klar herausgearbeitet und belegt. Weiter heißt es:
"In unserer Universität soll es keine Hörsäle geben, die nach Nazis benannt sind. In unserer Universität sollen nicht kommentarlos Bilder von Nazis hängen. In unserer Universität sollen keine Gebeine von Opfern des Kolonialismus ausgestellt werden. Stattdessen soll die Universität Verantwortung übernehmen und klare Zeichen setzen. Wir fordern die Universität zu Köln dazu auf, sich zu erklären und darzustellen, weshalb die notwendigen Schritte bisher nicht gesetzt wurden. Wir fordern das sofortige Zurückgeben der Gebeine an Nachfahr*innen, den Beginn von Provenienzforschung, die Umbenennungen der Mensa sowie der Hörsäle und das öffentliche Sichtbarmachen der kolonialen und nationalsozialistischen Historizität der Universität!"

Den gesamten Brief findet ihr hier:
http://www.campusgruen.uni-koeln.de/wp-content/uploads/2020/12/Offener-Brief.pdf?fbclid=IwAR1JxAaHMQ5AQmn6nMl8QwTYW7Xa9UJtUtSftEiKyTWWTZcLsauZRZx93WI

Unterstützer*innen des offenen Briefs:
campus:grün köln, BIPoC Referat Universität zu Köln, Antifa AK Köln, AKJ Köln, AFLR Köln , fakE - für antiklassistisches Empowerment an der Uni Köln, bonn postkolonial, Decolonize Cologne, Demask_clgn, Kein Mensch ist illegal - Köln, PAY DAY AFRICA INTERNATIONAL, StAVV Studierendenvertretung, Students For Future
SDS Köln
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Kein Vergeben. Kein Vergessen.
SDS Köln
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Gerade beginnt der Vortrag von Peter Donatus zum Ökozid im Niger-Delta.

Einschalten und mitdiskutierten!
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SDS Köln ist hier: Venloerstraße, Köln.
Venloerstraße, Köln
Vor fast 25 Jahren, am 10. November 1995, ließ die damalige nigerianische Militärjunta neun Aktivisten gegen die neokoloniale Ausbeutung des SHELL-Konzerns hängen [1]. Sie, angehörige der Ogoni-Minderheit, hatten jahrelang gegen SHELL und die massiven Umweltverschmutzungen Proteste organisiert und für die Teilhabe am Reichtum ihres Landes gekämpft. Einer ihrer bekanntesten Mitstreiter war der Autor Ken Saro-Wiwa.

Um die Proteste zu Beginn der 1990er-Jahre zu unterdrücken, wurden von SHELL gesponsorte „Kill and Go“-Kommandos (oder auch: die „SHELL-Police“) eingesetzt [2]. Es entstanden Horrorszenarien im Ogoniland. Um die schillerndsten und aktivsten Mitstreiter der Bewegung aus dem Weg zu räumen, wurden sie für Morde, die in diesem Chaos entstanden, verantwortlich gemacht – so wurden die „Ogoni 9“ nach einem inszenierten und unfairen Schauprozess zum Tode verurteilt und erhängt [3].

Politiker:innen des globalen Nordens verhinderten damals ein von der nigerianischen Opposition gefordertes Ölembargo um die inländischen Benzinpreise nicht in die Höhe zu treiben [4]. Zwar hat SHELL in der Zwischenzeit eine außergerichtliche Entschädigungssumme [5] gezahlt; eine politische, gesellschaftliche und juristische Aufarbeitung des Falls allerdings ist bis heute nicht geschehen. Heute ist die Umweltverschmutzung des Nigerdeltas katastrophaler als je zuvor; jährlich verseuchen rund 13 Millionen Barrel Erdöl das Delta vom Niger weiterhin.

Im Kölner Süden, in Köln-Godorf, steht Deutschlands größte Erdölraffinerie, betrieben von SHELL. Die Ausbeutung der Umweltressourcen des globalen Südens durch den globalen Norden führt also direkt hier zu uns, vor unsere Haustür. Lasst uns das Anlass sein, am kommenden Dienstag um 16 Uhr der Ermordung der Ogoni 9 zu gedenken.
SDS Köln
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Zeigt Solidarität und kommt morgen zur Mahnwache gegen das brutale Vorgehen der Polizeieinheit SARS in Nigeria gegen friedliche Demonstrant*innen.