Unsere Forderungen

RWE runter vom Campus!

RWE und anderen Kapitalakteur*innen keinen Zugriff auf öffentliche Hochschulen gewähren! Das „energiewirtschaftliche Institut der Universität zu Köln“ in Ehrenfeld wird vor allem von EON und RWE und deren Tochterunternehmen gefördert und getragen. RWE und EON mischen sich in Professurbesetzungen ein und da wundert es nicht, dass eben dieses Institut in einem Gutachten für die Bundesregierung den Kohleausstieg 2038 für vollkommen ausreichend erklärt.

Spätestens angesichts der zunehmend dramatischen Entwicklung der Klimakrise muss die Praxis von Gefälligkeitsstudien beendet werden. Der Kohleausstieg über 2030 hinaus dient lediglich den Profitinteressen der Kohlekonzerne, nicht jedoch der Menschheit.

Die Fragen der Zeit erfordern eine Lehre und Forschung mit dem Ziel der Entwicklung von Frieden, Demokratie und Nachhaltigkeit. Das kann nur demokratisch, also unter Ausschluss des Marktes und des Kapitals geschehen.

Spardiktat beenden.

Wir wollen eine Hochschule, die allen offen ist und nicht nur denen, die Abitur und/oder reiche Eltern haben. Die Hochschule muss inklusiv und antirassistisch sein. Sie muss allen Geschlechtern die gleichen Chancen bieten. Sie muss sich Frieden, Demokratie und Nachhaltigkeit verpflichten. Sie muss den Zugang zu Philosophie bieten genauso, wie sie das Handwerkzeug geben muss, diese Welt zu gestalten und drängende Fragen zu beantworten: Wie wenden wir die Klimakrise abwenden? Wie drängen wir die politische Rechte zurück? Wie bauen wir schrittweise den Markt ab?

Noch aber wird uns die Zahl der Mitlernenden durch NC und mangelnde Seminarplätze begrenzt. Noch aber ist bürgerliche Orthodoxie prägendes Wissenschaftsparadigma. Nicht mal ordentliche Gebäude haben wir – aber Asbest im Hauptgebäude. Ende 2019 waren Kürzungen in Höhe von 17 Mio. € in aller Munde. Diese sind inzwischen zumindest in Teilen abgewendet, aber das grundlegende Problem ist ungelöst; die öffentliche Unterfinanzierung von Bildung.

Deswegen sagen wir Schluss mit Spardiktat – Ausfinanzierung der Hochschulen und des gesamten Bildungswesens.

Kompromisslos gegen rechts.

Die Kräfte der Rechten nehmen derzeit fast überall zu. Die Barbarei beginnt mit Hetze – auch in den Hörsälen. Schneller als uns lieb ist geht sie über zu offener Gewalt und Mord. Es wird bereits gemordet. Seit Jahren ist die Zahl von politischen Morden aus dem rechten Spektrum erschreckend hoch.

Der erste Schritt ist, die Rechten und deren Gewalt nicht zu unterschätzen. Wir sollten sie nicht mal für halb so dumm halten, wie sie sich aufführen. Wir müssen denjenigen das Handwerk legen, die sich die Nazis zu nützlichen Schlägern organisieren. Wir müssen auch konservative und rechtsliberale Politik beenden: In den Parlamenten, in den Betrieben, in den Institutionen und in der Uni. Konservative und rechtsliberale Politik war immer auch eine Übergangshilfe für Faschismus.

Deswegen sagen wir: der Antifa-AK muss erhalten bleiben und weiterhin finanzielle Zuwendung erhalten. Rechter Hetze darf kein universitärer Raum gegeben werden, also: weg mit den Burschenschaften und Verbindungen.

Für ein schönes Leben.

Rund 69% der Studierenden arbeiten neben dem Studium, oft in eher schlecht bezahlten, befristeten Jobs. Hohe Mieten setzen finanziell weiter unter Druck und zwingen uns tagtäglich lange Wege zur Uni, zur Arbeit und wieder nach Hause auf. Der Workload ist zu hoch. Das führt zu Stress und psychischem Druck. Jede*r sechste Studierende leidet unter einer psychischen Krankheit.

Unter diesen Bedingungen ist ein Vollzeitstudium in Regelstudienzeit die Ausnahme, aber wirklich nicht die Regel! Uns ist es wichtig, nicht alleine an der Selbstoptimierung und dem Selbstmanagement zu schrauben, sondern sich gemeinsam gegen krankmachende Studienbedingungen zu wehren!

Wir kämpfen für mehr Zeit und Bildung. Mehr bezahlbaren Wohnraum, besseres BAföG und weniger Druck. Dafür wollen wir gemeinsam Druck machen.